Groundhopping in Westafrika




Gambia






11. Dezember 2017            Dakar  -  Karang  -  Barra  -  Banjul  -  Kotu


Zur unchristlichen Zeit um 4 Uhr klingelte bereits der Wecker und ich machte mich wenig später per Taxi auf zum Gare Routier Baux Maraichers in den Stadtteil Pikine.

Von hier fahren mittlerweile alle so genannten Sept Places Taxis in alle Richtungen des Senegal los. Die Sept Places Taxis sind alte Peugeot 504 mit insgesamt 7 Plätzen für Mitreisende und 1 Platz für den Fahrer. 

Man wartet bis das Taxi voll ist und dann geht's in die gewünschte Richtung los. Mein Ziel am heutigen Morgen war das Städtchen Karang, welches am Grenzübergang nach Gambia liegt. 6000 Francs kostet die Fahrt und nochmal 1000 Francs für jedes Gepäckstück was man mitnimmt. 

Um 5.30 Uhr waren dann 7 Reisende versammelt und ab ging es auf die N1 in Richtung Süden. 3 Leute aus Gambia waren mit an Bord und der Rest kam aus dem Senegal. Gute Leute erwischt, welche alle ruhig waren und somit konnte man noch ein paar Stunden schlafen.



Die Strassen bis zur Grenze waren top ausgebaut und nach 5 Stunden erreichten wir die Grenze in Karang. Hier war dann natürlich gut was los und man musste erstmal die bettelnden Kinder sowie die nervigen Geldtauscher loswerden. 

Schnellen Schrittes also ins Grenzbüro des Senegal wo nur 2 Leute vor mir waren. Binnen 5 Minuten war dann der Ausreisestempel im Pass und es ging ein paar Meter weiter an den gambischen Grenzposten. Hier wurde erstmal der Impfpass mit der Gelbfieberimpfung kontrolliert, ehe man eine Tür weiter den Einreisestempel für Gambia erhielt.

Alle Zöllner waren sehr freundlich und keinerlei Versuch mich abzuzocken oder zu schikanieren. Somit waren nach 20 Minuten beide Grenzposten passiert und es konnte hinüber zur offiziellen Wechselstube gehen. Etwas Euro in Dalasi getauscht ( 1€ = 54 Dalasi ) und weiter ging es zum Taxistand, von wo man aus in 20 Minuten zur Fähre nach Barra gebracht wird.




Auch hier massig Leute unterwegs welche kreuz und quer über das Gelände laufen und schreien und Hektik verbreiten. Nun ja, muss man sich ja nicht von anstecken lassen...

Ich hatte Glück und die Fähre nach Banjul hatte gerade angelegt und die ersten Leute waren bereits am einsteigen. Somit war am Ticketverkauf nur wenig los und für unschlagbar günstige 25 Dalasi gab's das Fährticket hinüber nach Banjul.




Mit den letzten Passagieren kam man dann auf die Fähre, welche selbstverständlich total überladen war mit LKW's, PKW's, Roller und den Fußpassagieren. Man selber erwischte noch einen guten Platz auf dem Oberdeck direkt neben der Brücke. 

Coole Aussicht auf die Fahrstrecke hinüber nach Banjul, sowie auf die chaotischen Zustände auf dem Schiff. Jedes Auto, jede Treppe und der kleinste Vorsprung wurden als Sitzgelegenheit genutzt, ehe sich die Fähre auf den Weg machte.














Rund 35 Minuten dauerte die Fahrt, ehe wir am Fähranleger in Banjul andockten. Hier dann das gleiche Chaos wie in Barra und Horden von Taxifahrern belagerten die Passagiere.

Ich schlenderte etwas vom Anleger weg und wurde nach einem Taxi fündig, welches mich für 250 Dalasi in mein gebuchtes Palm Beach Hotel nach Kotu brachte.

Kotu liegt etwas westlich der Hauptstadt direkt am Meer und nach 7 stündiger Anreise aus Dakar, war man doch schneller als gedacht am Ziel. Das Hotel ein Glücksgriff mit netter Poolanlage, sowie super sauberem Sandstrand und das alles noch unter Palmen.





Man relaxte was am Pool und nach einem Abendessen war man froh ins weiche Bett zu fallen. Absolut coole Anreise nach Gambia, welche ich nur jedem empfehlen kann.


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12. Dezember 2017             Kotu  -  Bakau


Nach einer mehr als angenehmen Nacht, gab's ein leckeres Frühstücksbuffet und danach relaxte man bis zum späten Nachmittag am Strand und am Pool. 

Erst als die Sonne unterging wurde es Zeit um zum heutigen Erstligaspiel ins 4 km entfernte Nationalstadion nach Bakau aufzubrechen. Für mich persönlich war es ein ganz besonderer Stadionbesuch da Gambia mein 150 besuchtes Land der Welt mit Fussball war. 

Vom Hotel aus machte ich mich zu Fuß auf den Weg um auch etwas die Umgebung kennenzulernen. Leider gab's außer Staubstrassen und Smog in der Luft nicht viel zu sehen und nach 40 Minuten stand ich vor dem Stadion. Tickets gab's für 50 Dalasi und es konnte hinein ins Independence Stadium gehen.








                                                 Steve Biko FC  -  Bombada FC

                                                          Independence Stadium




Rund 200 Zuschauer zog die Partie an, welche um 18 Uhr angepfiffen wurde. Der Ground fasst 20.000 Zuschauer und besteht aus einer überdachten Hauptseite sowie einer Gegengeraden und Kurven mit Stehstufen.








Auch bei diesem Spiel kamen die Verkaufsfrauen mit den Getränken bis an den Platz und eine Mangolimonade war für 30 Dalasi meine. 

Los ging's unter Flutlicht und auf dem Rasen ging es gleich richtig zur Sache mit Toren auf beiden Seiten. Am Ende stand ein stattliches 3-3 zu Buche was auf jeden Fall für Unterhaltung sorgte. Die Qualität des Fussballs war natürlich wieder im unteren Segment angesiedelt...








Somit war der 150 FIFA Länderpunkt eingetütet und von der Hauptstrasse am Stadion ging's diesmal per Taxi gemütlich zurück ins Hotel.

Hier gab's dann auf der Bühne noch Afrikanische Livemusik und mit ein paar JulBrew Bieren wurde der Abend feuchtfröhlich beendet.


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13. – 15. Dezember 2017                 Kotu


Die nächsten 3 Tage wurden dann mal ausschließlich für Entspannung am schönen Beach, sowie am Pool genutzt. Es wurde herrlich im Atlantik geschwommen und sonst nur das leckere JulBrew und ein paar vorzügliche Essen konsumiert.











Entspannung muss ja auch mal sein, bevor ich Samstag Nacht von hier aus erstmal zu einem 18 stündigen Stoppover nach Casablanca in Marokko aufbrach und von dort geht’s dann weiter ins nächste Land der Reise.


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