Groundhopping in Westafrika




Senegal






08. Dezember 2017             Köln  -  Lissabon  -  Dakar


Für die Vorweihnachtszeit war eine Reise nach Westafrika geplant und bei TAP Airlines wurde man nach einem guten Deal für 350 € von Köln nach Dakar für den Hin- und Rückflug fündig. In Köln ging's dann mit 45 Minuten Verspätung am Freitagabend los, was für meine Umsteigezeit von 55 Minuten in Lissabon doch eher suboptimal war.

Die Flugzeit dann aber nur 2 1/2 Std. plus ein gazellenartiger Spurt durchs Terminal, ließen mich aber doch noch den letzten Bus übers Rollfeld Richtung Flieger bekommen. Die Maschine war dann voll bis auf den letzten Sitz und auf meinem Fensterplatz gingen recht schnell die Augen zu und wir starteten in Richtung Westafrika.

Lag der alte Airport von Dakar noch gemütlich mitten in der Stadt, bekam ich von TAP Airlines letzte Woche dann die Mitteilung das der neue Airport Blaise Diagne dann doch wie geplant am 7.12.2017 seine Pforten öffnete. 50 km außerhalb von Dakar natürlich bitter, aber halt auch nicht zu ändern. 

Mit der Eröffnung des neuen Flughafens wurde der alte dann auch umgehend geschlossen und so kam ich gegen 2 Uhr Nachts irgendwo in der Pampa vor den Toren Dakars an. Einreise fix und ohne jeglichen Fragen, sprach man mal ein paar Mitreisende an zwecks gemeinsamer Taxifahrt nach Dakar, aber alle Leute die ich ansprach hatten andere Ziele. 

Im Ankunftsterminal gab's dann weder Wechselstube noch funktionierende ATM's und somit schlenderte man mal vors Terminal. Man glaubte seinen Augen kaum als man Busse sah welche tatsächlich nach Dakar fahren sollten. Im Airport selber funktioniert zwar noch nichts, aber die listigen Senegalesen haben sich um Busse gekümmert die den Airport 24 Stunden anfahren. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. 

6.000 Francs ( 1€ = 656 Francs ) sind für die Fahrt zu zahlen und ich hakte beim Fahrer mal nach ob er auch Euro nimmt. Kein Thema sagte er und rief einen Jungen heran welcher meine 10€ an sich nahm und irgendwo in der Dunkelheit verschwand um etwas später mit frischen Francs Banknoten wieder aufzutauchen.

So geht Geldwechsel in Afrika, nun ja der Kurs passte und ich konnte den Fahrer dann in Francs bezahlen. Die Fahrt dauerte rund 45 Minuten und man ließ mich in der Nähe des Nationalstadions am kleinen Terminal raus. Hier besorgte man mir noch ein Taxi, welches mich für 3.000 Francs zum gebuchten Quicksilver Boardriders Hostel brachte.

Hier nur noch fix eingecheckt und hundemüde ab ins Bett.


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09. Dezember 2017            Dakar


Im Hostel gab's erstmal ein gutes Frühstück, ehe man sich mal zu einer Bank aufmachte um sich mit der einheimischen Währung zu versorgen.

Von dort aus ging's zu Fuß zur immerhin höchsten Statue Afrikas, dem Monument de la Rennaissance Africaine. Auf einem 100 m hohen Basaltkegel steht die 49m hohe Bronzestatue, welche eine Familiengruppe zeigt die aus einem Vulkan steigt.






Über ein paar Treppenstufen gelangt man bis nach oben und hat von dort einen guten Blick über die Stadt und den Atlantik. Der Dunst des Smogs der über der Hauptstadt hängt trübt die Sicht etwas, aber allemal den Aufstieg wert.








Alles gesehen ging's per Bus zurück zum Hostel wo am Pool noch etwas entspannt wurde, ehe man mal am Strand Plage de Yoff halt machte.






Wohl einer der besten Strandabschnitte der Stadt, da die anderen Strände meißt recht dreckig oder mit Felsen versehen sind. Hier ist es ganz nett aber auch kein Strand der mich von den Socken haut.





Man nahm 2 Gazelle Biere mit Blick auf den Atlantik ein, ehe man sich gegen 15 Uhr zum heutigen Erstligaspiel fahren ließ.




                                            Guédiawaye FC  -  Mbour Petite-Côte FC
                                                                                                                                                        Stade Amadou Barry



16.30 Uhr dann Anpfiff im 5.000er Ground vor rund 300 Zuschauern. Eine überdachte Haupttribüne sowie eine unüberdachte Gegenseite und Stufen in den Kurven ließen das Stadion gefallen.

Dazu noch alles in den Nationalfarben vom Senegal gehalten und auch ein paar Fans gesellten sich mit Trommeln auf die Tribüne.









Tickets gab für 500 und 1.000 Francs und man nahm auf dem Plastikstühlen in der Mitte der Tribüne Platz. Die paar Jungs mit ihren Trommeln sangen tatsächlich 90 Minuten durch, sahen aber dennoch eine 2-4 Heimniederlage von Guédiawaye.

Das Catering bestand wie üblich in Afrika aus Wasser, Kaffee, Tee und ein paar Nüssen die bis an den Platz gebracht wurden.











Nach Abpfiff ging ich hinüber zur nächsten Hauptstraße und per Taxi ging es wieder hinüber in den Stadtteil Ngor ans Hostel. Gebenüber machte man eine Pizzeria mit einem Steinofen aus, was eine hervorragende Entscheidung war.

Absolut köstlich wurde gespeist und nach ein paar Länderpunkt Bieren ging es ins Hostel wo der Abend bei ein paar Gazelle Bieren am Pool verbracht wurde.


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10. Dezember 2017            Dakar


Der heutige Sonntag wurde nach dem Frühstück ganz entspannt am Pool des Hostels bei ein paar Gazelle Bieren verbracht. 30 Grad, nette Leute mit denen man Reiseerfahrungen austauschte und ein paar Schwimmrunden im Pool rundeten den Vormittag ab.

Gegen 14 Uhr machte ich mich dann per Bus auf hinüber zum Nationalstadion, wo um 16 Uhr ein weiteres Erstligaspiel auf dem Programm stand. 



                                            ASC Niarry Tally  -  Diambars FC

                                         Stade Léopold Sédar Senghor 


Der Bus hält dann direkt gegenüber des Stadions und nach einem kurzen Fußweg ist man auch schon da. Tickets gab's heute für 2.000 Francs auf der Haupttribüne für zwei hintereinander stattfindende Spiele.








Wuchtige 60.000er Schüssel mit ein paar Sitzschalen unter der Überdachung und ansonsten mit Stehstufen rundherum.

Kurz nach Anpfiff kam auch schon die Verkaufsfrau auf mich zu und eine Coke und ein paar Erdnüsse wechselten für 800 Francs den Besitzer.







Gemütlich verfolgte man das Treiben der 300 Zuschauer sowie den Kick auf dem grünen Rasen. Stimmung gab's heute keine und auf dem Spielfeld auch nicht all zu viel Action.

Die Heimelf gewann das Match am Ende glücklich mit 1-0 und ich machte mich wiederrum per Bus zurück nach Ngor.








Der Pizzeria vom Vorabend wurde nochmals ein Besuch abgestattet, ehe man sich ins Hostel verzog. Heute dann mal was früher ins Bett, da es in der Nacht bereits weiter ins nächste Land meiner Reise geht.


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Hier geht die Reise weiter nach Gambia