Futboll in Македонија und dem Kosovo






Kosovo



26. - 27. Oktober 2014                 Kosovska Mitrovica


Da es unser Hostelvater auch am heutigen Morgen vorzog lieber gemütlich auf dem Sofa zu schnasseln als was zu Essen zu machen, gab es kein Frühstück und wir machten uns so auf zum Busbahnhof. Auf dem Weg dorthin bekam man einen tieferen Einblick ins Mazedonische Wäsche trocknen und sah ein nettes Grafitti von Komiti Skopje. 




Heute sollte es also in den Kosovo gehen und die Tickets nach Prishtina gabs für 520 Dinar für den Hin- und Rückweg. Abfahrt war bereits um 8 Uhr von Gate 1 im kleinen 18er Bus, welcher pünktlichst den Bahnhof verließ.



Im Bus war dann für den Grenzübertritt ein Zettel mit Name und Passnummer von allen Mitreisenden auszufüllen, welcher danach zurück zum Fahrer gereicht wurde. Dieser machte dann kurz vor der Grenze noch einen Stopp an einem Supermarkt, wo er mit Brot, Joghurt und einigen Getränken wieder heraus kam. Mit eben dieser Tüte verschwand er dann im Grenzhäuschen und kam ohne Sie wieder heraus... He He, somit wurde unser Bus sofort bedient und binnen 20 Minuten waren beide Kontrollstellen abgearbeitet. Ja ja die Zahnräder müssen geschmiert werden...

Nach einer weiteren Stunde Fahrt über sehr gute Straßen, erreichten wir um 10 Uhr den Busbahnhof der Hauptstadt Pristhina. Hier fuhr am Sonntag kein Bus weiter nach Mitrovica und somit musste man auf die kleinen Minibusse direkt gegenüber vom Bahnhof zurückgreifen. In einem der alten VW Busse noch 2 Plätze abgegriffen, gings für 1,50 € weiter in 45 Minuten nach Mitrovica.

Geld muss im Kosovo übrigends keins getauscht werden, da der Euro offizielles Zahlungsmittel ist.



Das gute an den Minibussen ist das man nicht zum Busbahnhof etwas südlich vom Zentrum gefahren wird, sondern das man direkt am Kreisverkehr mitten in der City rausgelassen wird. Hier angekommen fällt einem sofort die schöne nach dem Kosovokrieg neu gebaute Zentralmoschee ins Auge.



Über den Markt der Stadt bahnte man sich den Weg zum Ibar Fluß, welche die Stadt in einen Albanischen und einen Serbischen Teil trennt. Über den Fluß führt die bekannte Mitrovica Brücke, welche mittlerweile für den Verkehr gesperrt ist und von KFOR Soldaten bewacht wird.




Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Auseinandersetzungen zwischen den Albanern im südlichen Teil der Stadt und den Serben im Norden. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde der Asphalt auf der Serbischen Seite aufgebrochen und die Straße liegt dort nun in Trümmern. In der Mitte der Brücke wurde ein Wiese angelegt und mit Blumenkübeln provisorische Barrikaden errichtet.

Im Gespräch mit den netten Carabinieris der KFOR Truppe wurde einem erzählt das noch längst keine Ruhe eingekehrt sei und weiterhin große Probleme herrschen. Für ein Erinnerungsfoto waren die beiden jedenfalls sofort bereit.












Nach 2 Cevapitellern mit Salat und Getränken für unschlagbare 3,30 € zusammen, machte man sich auf den Weg die paar Meter rüber ins Riza Lushta Stadion zum heutigen Raiffeisenbank Superliga Match.




                                                     K.F. Trepça 89  -  K.F. Besa

                                                    Stadiumi Riza Lushta



Das Stadion liegt unweit des Zentrums recht nah am Ibar Fluß und ist nach 5 Minuten Fußweg erreicht. Tickets gabs heute für 2 € Einheitspreis vom netten Ordner Ali am alten Eingang, mit welchem man noch ins Gespräch kam. Er sprach perfektes Deutsch und gesellte sich während des Spiels zu uns und erzählte vom Leben im Kosovo. Eine überdachte Hauptseite mit Sitzschalen in Vereinsfarben, sowie ein paar Betonstufen auf der Geraden sollen nach offiziellen Angaben 12.000 Zuschauern Platz bieten. Die Heimfans der Torcida genießen freien Eintritt vom Verein, da sie während des Spiels für Stimmung sorgen.  













Da sich nicht alle die 2 € Eintritt leisten können, klettern etliche Jugendliche über die Mauern rund um den Ground und einige lassen sich auch auf dieser Mauer nieder. Da weder Ordner noch Policia eingreifen, schaffen es die meisten Gratis zum Spiel und verschwinden in der Menge.



Rund 800 Zuschauer werden es dann gewesen sein, mit etwas Stimmung der Torcida. Gästefans auch heute keine anwesend. In der Halbzeitpause schlenderte man fix ins gegenüberliegende Kaffee auf ein Cappuccino und brachte auf dem Rückweg Ali eine Tüte mit Einkäufen für Ihn und seine Familie mit, welche ihn zu Tränen rührte...

Das Spiel hatte eine mittelmässige Qualität und Tabellenführer Trepca 89 kam nicht über ein 1-1 Unentschieden gegen den Gegner KF Besa hinaus.




Nach Abpfiff gings direkt zurück zum Minibusstand, wo man die letzten 2 Plätze auf der Vordersitzbank zurück nach Pristhina abgriff. Nach gut einer Stunde wieder in der Hauptstadt, bekam man noch den 17 Uhr Bus zurück nach Skopje. Diesmal dauerte die Fahrt gut 20 Minuten länger, da am Bahnhof in Ferizaj noch ein paar Leute eingeladen wurden.




An der Grenze gings wieder recht flott, da nur die ausländischen Ausweise eingesammelt wurden und die Mazedonischen nur abgenickt wurden. Der Abend wurde abermals im Irish Pub verbracht, ehe es zurück ins Hostel ging.

Am Montagmorgen brachte uns die WIZZ Air Maschine vom " Airport Alexander the Great " zurück ins gelobte Land nach Germany. Genialer Kurztrip mit neuen Eindrücken bei netten Leuten.





hier geht die Tour zurück nach Mazedonien