Von Cancun bis Buenos Aires

                                            Von den Maya zu den Gauchos




Eine Reise durch Mittel- und Südamerika


Guatemala





07. August  -  09. August 2013            Caye Caulker  -  Isla de Flores


Ziemlich müde bestieg man Mittwochs die 6.30 Uhr Fähre zurück nach Belize City zum Marine Terminal. Nach einem Frühstücks Burrito und einem Kaffee öffneten sich die Augen aber langsam und man bestieg den Minibus nach Flores in Guatemala.

Gerade mal 6 Passagiere hatten sich im 16`er Bus eingefunden und somit hatte man Platz genug und konnte sich ausstrecken. Erster Stopp war dann der Grenzübertritt bei Benque Viejo del Carmen, wo einen der Minibusfahrer rausließ und man zu Fuß die Grenze überschreiten musste.




37 B$ behielten die Belizianischen Behörden als Ausreiseentgeld für sich, wobei die Einreisegebühr nach Guatemala gerade mal 30 Quetzales betrug ( 11 Quetzales = 1 € ).

Aus- bzw. Einreise ohne jegliche Fragen und nachdem der Pass um 2 Stempel reicher war, wartete hinter der Grenze auch schon der Minibus auf einen. Auf Guatemaltekischer Seite wurden die Straßen teilweise etwas schlechter und man bewegte sich kurzzeitig auf Schotterpisten voran.




Nach insgesamt 4 Stunden erreichte man dann Flores, die Hauptstadt des Departamentos Peten. Wunderschön auf einer Insel im Peten Itza See gelegen und über einen 500 m langen Damm mit der Stadt Santa Elena verbunden.

Für die nächsten 2 Nächte stieg man im sehr schönen Hostal Los Amigos für 55 Quetzales die Nacht im 6`er Zimmer ab.







Hier in Flores traf man auch mal wieder auf ein Fortbewegungsmittel welches einem aus Asien in guter Erinnerung ist, dem Tuk Tuk.

Mit eben diesem motorisiertem Dreirad gings dann auch fix rüber nach Santa Elena zum Busbahnhof, wo schon mal das Weiterreiseticket für den Nachtbus nach Guatemala City besorgt wurde.





Für schlanke 5 Quetzales pro Strecke eine perfekte Sache bei der Hitze. Der Tag wurde mit einem ersten Rundgang über die kleine Insel fortgesetzt, ehe der Abend an der Bar im Hostel sein Ende fand.


             

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Tikal


Für den nächsten Tag stand ein Ausflug zur einer der bedeutendsten Mayastätten der Mayaperiode an. Tikal mit seinen Stufentempeln im nördlichen Regenwald von Peten gelegen, wo erste Siedlungsspuren bis ins 1. Jahrtausend v. Chr. zurück reichen.

Von Flores aus wurde lediglich der Transport per Minibus für günstige 70 Quetzales gebucht und nach 1 1/2 Stunden Fahrtzeit stand man am Eingangsbereich.



Stolze 150 Quetzals werden von Touristen für die Entradas verlangt, wohingegen die Einheimischen schon für 25 Quetzales in den Genuß des Besuches kommen.

Vom Eingang der Mayastätte hat man erst mal 30 Minuten Fußweg durch dichten Regenwald vor sich, ehe man den Gran Plaza mit seinen beiden Tempeln erreicht.





Die Gesamte Anlage umfasst 65 km², wovon alleine der zentrale Bereich über 16 km² einnimmt und über 3.000 Bauten aufweist. Man vermutet in den Außenbereichen weitere 10.000 Bauten, welche bis heute noch nicht freigelegt und erforscht wurden. Schätzungen zufolge betrug die Einwohnerzahl des Zentrums stolze 50.000 Bewohner.

Erreicht man den Gran Plaza mit den Tempeln I ( 47 m ) und II ( 40 m ), steht man vor zwei der größten Stufentempel Mittelamerikas. Einfach imposant und beeindruckend, wenn man bedenkt wann diese Monumente errichtet worden sind.





An die Gran Plaza reiht sich die Akropolis Central an, welche größtenteils als Unterkunft benutzt wurde. Noch heute kann man die einzelnen Zimmer und Behausungen erkennen, welche akkurat errichtet   wurden.

Streift man weiter durch den Urwald kommt man zum großen Tempel V, welcher ebenfalls noch in beachtenswertem Zustand ist. 





Man zog noch durch viele andere Bauten und verließ beeindruckt die Anlage am Nachmittag zurück nach Flores. Der Abend wurde relaxt am Ufer des Sees bei einem Abendessen und ein paar Drinks verbracht.

Im Hostel trafen sich dann noch all meine Zimmerkollegen und wir verbrachten einen sehr netten und lustigen Abend bis in die Nacht hinein...




Man verweilte noch bis Freitag Abend in Flores und bestieg gegen 21.30 Uhr den Nachtbus von Linea Dorada für 180 Quetzales nach Guatemala City.



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10. August 2013                Guatemala City


Der sogenannte Luxury Bus von Linea Dorada stand pünktlichst um 21.30 Uhr zur Abfahrt bereit, entpuppte sich jedoch als ganz normaler Reisebus ohne jeglichen Luxus. Alles wie erwartet. Jedoch punktete das Gefährt mit ner Menge Beinfreiheit, einem kostenlosen Snack und Getränken, sowie einer warmen Decke. Man selber hatte Glück und alle 5 Sitze der letzten Reihe für sich allein und somit konnte man es sich gemütlich machen.

Man verschlief somit nahezu die kompletten 8 Stunden und wurde erst kurz vor Guatemala City im Morgengrauen wieder wach. Eine finstere Gegend bot sich einem bei dem Blick aus dem Fenster rund um den Busbahnhof von Linea Dorada.

Das Terminal selber war allerdings gut bewacht und per Taxi gings von dort zum gebuchten Hotel Spring in die Zona 1. Hier war man sehr kulant und ohne Kommentar gabs den Zimmerschlüssel schon morgens um 6 Uhr. Herrlich, somit konnte man sich noch paar Stunden ablegen und den Tag ausgeruht beginnen.

Im hellen sah die Zona 1 und das Centro Historico dann auch schon besser aus und man machte sich kurz vor Mittag mal auf zum Parque Central.

Mittelpunkt des Centro Historicos und Treffpunkt der Menschen gerade heute am Samstag. Am nördlichen Ende reiht sich direkt der Palacio Nacional de la Cultura an und auch die Kathedrale der Stadt ist direkt   hier zu finden.






Die Einkaufsstraße 5a Avenida war heute für den Verkehr gesperrt und somit schlenderte man gemütlich durch die Gassen wo allerhand los war. Das gesamte Zentrum kommt einem tagsüber total sicher vor und man kann problemlos überall herumlaufen.

Die Policia Municipal patroulliert fast an jeder Kreuzung und ist ebenfalls auf Quads durch die Gassen unterwegs. Die meißten Geschäfte vertrauen aber trotzdem lieber auf den Wachmann mit der Pumpgun im Anschlag.










Bevor es später zum ersten Kick des Tages gehen sollte, war noch ein kurzer Abstecher zu TICA Bus geplant um sich schon mal das Busticket nach El Salvador zu sichern.

Da das Busterminal eh auf dem Weg zum ersten Stadion war, bot sich der Stopp an und mit dem grünen sicheren Transmetro Bus gings südlich in die Zona 12. Es fahren ebenfalls noch die roten Stadtbusse durch die City, von welchen aber aufgrund der vielen Raubüberfälle abgeraten wird.

Die Transmetro Busse bewegen sich auf eigenen Fahrspuren durch die Stadt und alle Stationen sowie die Busse werden von Sicherheitspersonal überwacht. Gerade mal 1 Quetzal war für die Fahrt zu entrichten und der Busstopp lag gerade mal 5 Gehminuten vom TICA Busbahnhof entfernt.



Busticket nach El Salvador in der Tasche gings in gut 30 Minuten zu Fuß weiter zum Estadio Revolucion, wo um 15.15 Uhr Kick off war.



                                   Club Universidad de San Carlos  -  CD Heredia

                                                     Estadio Revolucion



5.000 Zuschauer passen rein ins Stadion welches auf dem Universitätsgelände in der Zona 12 beheimatet ist.
Lediglich eine Seite ist mit Betonstufen inklusive Wappen in Vereinsfarben ausgebaut und für 25 Quetzales gabs die Entradas. Die Gegenseite bietet nur die Spielerbänke sowie eine Anzeigetafel, wohingegen die Hintertorseiten leer ausgehen.










Knapp 1.000 Zuschauer kamen zum heutigen Erstliga Kick gegen Heredia und die Heimfans hatten sogar ein nettes Intro vorbereitet. Auf 3 Betonstufen wurden allerlei Böller und Rauchfackeln mit Zündschnüren aneinander gekoppelt, welche dann zum Einlauf der Teams gleichzeitig gezündet wurden.

Untermalt wurde das ganze durch Wurfrollen und ein paar Luftballons. Stimmung bis zum 0-1 für Heredia noch ganz ok, welche dann aber komplett abbrach. Sups aus Heredia waren keine vor Ort und somit auch keinerlei Torjubel bis zum 0-3 Endstand.







Bereits in der Halbzeitpause fragte man mal in der Radiokabine von LARED 106,1 an ob jemand ebenfalls zum Abendkick bei Comunicaciones F.C. fährt. Direkt der erste Befragte sagte die Mitfahrgelegenheit im Radio Minibus zu und somit konnte man sich die Taxifahrt in den Norden der Stadt sparen. Pünktlichst nach Kick off wurde man auch schon zum Minibus rübergewunken und mit 2 weiteren Kollegen gings rüber zum zweiten Spiel des Tages.



                                             Comunicaciones FC  -  CD Iztapa

                                            Estadio Cementos Progreso



Gut 40 Minuten dauerte die Fahrt in die Zona 6 einmal quer durch die Stadt, bevor man das 17.022 Zuschauer fassende Estadio Cementos Progreso erreichte.





Der Ground besteht eigentlich rundherum aus Betonstufen und ist nahezu unüberdacht. Lediglich ein paar VIP Logen mit Sitzschalen befinden sich bei Regen im trockenen.

Eine Hintertorseite ist offen und beherbergt den Kabinentrakt und die Anzeigetafel. 4 wuchtige Flutlichter ragen auf den Längsseiten hervor und allem in allem kann die Betonschüssel durchaus gefallen.





Rund 5.000 Zuschauer wollten den ersten Heimauftritt ihrer " Cremas " in der noch jungen Saison verfolgen und die Ultras Sur, welche einen Block in der Kurve füllten machten 90 Minuten gute Stimmung.

Sehr gut kamen die Hüpfgesänge rüber, wobei Arm in Arm von links nach rechts durch den Block gesprungen wurde. Gästefans wurden nur vereinzelt zwischen den Heimfans auf der Gegenseite gesehen, jedoch ohne jeglichen Support.





Comunicaciones FC war das ganze Spiel über die bestimmende Mannschaft auf dem Kunstrasen, was kurz vor Ende noch mit dem 1-0 Siegtreffer belohnt wurde.






Auch nach diesem Spiel ließen es sich die Kollegen von LARED 106,1 nicht nehmen einen bis vor die Hoteltüre zurück in die Zona 1 zu fahren. Benzingeld wurde lächelnd abgelehnt und mit einem Hupkonzert brausten die Jungs davon. Muchas Gracias Senores !!!

Im Hotel recht früh zu Bett, da es Morgen bereits um 7 Uhr weiter nach Antigua geht.
  


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11. August  -  12. August 2013               Antigua


Per Taxi ging es heute Morgen also um 6.30 Uhr vom Hotel zum Startpunkt der Chickenbusse in Richtung Antigua. Alle 15 Minuten macht sich eines der Gefährte auf den Weg zur Kleinstadt ins zentrale Hochland. Gut eine Stunde braucht man für die 45 km und günstige 9 Quetzales werden dafür vom Schaffner verlangt.





Hier in Guatemala sind die Chickenbusse in einem deutlich besseren Zustand als noch zuvor in Belize und gemütlich erreichte man den Busbahnhof von Antigua gegen 8 Uhr. Das Zentrum der Stadt kann bequem zu Fuß erlaufen werden und binnen 10 Minuten war das gebuchte Hostal Antigua etwas südlich des Parque Central erreicht.

Für 69 Quetzales die Nacht nistete man sich hier für 2 Nächte im 4`er Zimmer ein. Im Dorm traf man dann auf Gabby aus Melbourne, welche die einzige Zimmerkollegin für die Nacht war.






Die frühe Ankunftszeit hier in Antigua war nötig, da am heutigen Sonntag bereits um 11.15 Uhr das Match des Tages anstand. Somit gings über ein leckeres Frühstück am Parque Central zu Fuß in gut 20 Minuten rüber zum Ground von Antigua.



                                  Club Antigua GFC  -  Deportivo Sacachispas

                                            Estadio Municipal Pensativo



Bereits 1959 öffnete das Estadio Pensativo seine Pforten und bietet seitdem Platz für 9.000 Besucher. Diese verteilen sich auf die überdachte Haupttribüne und die rundherum befindlichen Betonstufen.  

Tickets gabs schon für 25 Quetzales in der Kurve aber ein freundliches Buenos Dias reichte aus um auf die Hauptseite zu gelangen.










Gut 1.000 Fans fanden sich letztendlich zum Spiel ein und sorgten für einen würdigen Rahmen der Zweitliga Partie. In einem Sektor der Kurve versammelten sich sogar ein paar Stimmungsmacher, welche ebenfalls kleine Rauchfakeln und Böller im Gepäck hatten.







Die muntere Partie bot recht ansehnlichen Fußball mit etlichen Chancen auf beiden Seiten. Die Heimelf brachte die Kugel aber einfach nicht über die Linie, was mit einem Konter zum 0-1 Endstand für Sacachispas bestraft wurde.



Auch hier in Antigua war die Verköstigung im Stadion wieder hervorragend und jede paar Minuten kam ein anderer Verkäufer mit verschiedenen Leckereien die Stufen entlang.

Der Kollege auf der Haupttribüne mit dem leichten Bauchumfang war ein reiner Geldsegen für die Verkäufer und kaufte eigentlich alles was ihm vor die Flinte kam... Herrlich.



Lustige Anekdote noch zum Getränkeverkauf beim Spiel, wo vor dem Stadion gekaufte Plastikflaschen am Eingang in Plastikbeutel mit Strohhalm umgefüllt werden mussten, drinnen aber Pepsi Dosen verkauft wurden die man mit auf die Tribüne nehmen durfte. Na ja man muss ja nicht alles verstehen im Leben...

Nach dem Kick zurück ins Zentrum, wo schon mal ein kleiner Rundgang durch die schönen Altstadtgassen gemacht wurde.








Am Abend traf man im Hostal wiederum auf Gabby aus dem Zimmer und mit Mat einem weiteren Gast aus Texas verbrachte man den Abend bei Gallo Cervezas auf der Dachterrasse. Als diese bereits um 22 Uhr dicht machte, gings noch um die Ecke in den Irish Pub wo der Abend beendet wurde.


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Abreise am nächsten Morgen für Gabby in Richtung Atitlan See und somit hatte man den Raum nun ganz für sich alleine. Heute wurde dann die 35.000 Einwohner zählende Stadt mal genauer unter die Lupe genommen und für sehr sehr schön befunden.










Seit 1979 bereits gehört Antigua dem Weltkulturerbe an und ist für ihre barocke Kolonialarchitektur bekannt. Das wunderschöne Panorama runden die 3 um die Stadt gelegenen Vulkane Acatenango, Agua und Fuego ab. Leider waren diese während meines Aufenthalt größtenteils in den Wolken verschwunden.

Bis zum späten Nachmittag inklusive einem Mittagslunch streunte man durch die nette Stadt, bevor der Abend abermals mit Mat auf der Dachterrasse ihren Ausklang fand.

Dienstag per Chickenbus zurück nach Guatemala City, von wo es weiter nach El Salvador geht. Pünktlich kurz vor der Abreise verzogen sich die tiefhängenden Wolken und der Vulkan zeigte sich doch noch in seiner ganzen Schönheit...





hier geht die Reise weiter nach El Salvador


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hier geht die Reise zurück nach Belize