Von Cancun bis Buenos Aires

                      Von den Maya zu den Gauchos




Eine Reise durch Mittel- und Südamerika


Nicaragua





19. August  -  20. August       Leon


Eine neue Woche brach an und heute ging es weiter nach Leon in Nicaragua. Somit fand man sich gegen 8.30 Uhr am TICA Bus Terminal ein und besorgte sich erst mal das Fahrticket. Freie Sitze gabs noch genug und mit Platz 36 hatte man sich den Fensterplatz bis Leon gesichert.  

Ebenfalls buchte man sich schon mal die Weiterfahrt nach Costa Rica und auch der Nachtbus nach Panama City wurde reserviert.

9.30 Uhr dann Abfahrt Richtung Grenze, welche man nach gut 3 Stunden erreichte. Diesmal wurden alle Pässe vom TICA Bus Schaffner eingesammelt und er erledigte die Grenzformalitäten. Sehr gut, somit blieb Zeit mal zur Grenzbrücke zu schlendern und das Einreiseschild nach Nicaragua abzuknipsen. 




Alle Pässe gestempelt gings kurz über die Brücke nach Nicaragua, wo dann alle inklusive Gepäck ausstiegen und sich am Zoll einfinden sollten, zur Kontrolle der Koffer und Rucksäcke.

Man selber war mit seinem kleinen Rucksack natürlich fix und ohne jeglichen Fragen durch, wohingegen man dann in brütender Hitze vor dem Bus auf die anderen Mitfahrer mit ihren zig Koffern, sowie auf die Rückgabe der Pässe warten musste.

Froh wieder im klimatisierten Reisebus zu sein, war man bereits nach weiteren 1 1/2 Stunden in Leon, wo man an einer Tankstelle abgesetzt wurde. Alle anderen fuhren weiter in die Hauptstadt Managua.

Hier standen auch schon Taxen bereit und für günstige 30 Cordobas ( 35 Cordobas = 1 € ) wurde man die 10 Minuten ins Zentrum gefahren. Gebucht hatte man nichts im voraus, aber im Lonely Planet hatte man sich das Lazybones Hostel rausgesucht, da dieses ein Swimmingpool besitzt.

Dort ließ man sich absetzen und im 10`er Dorm war auch noch ein Plätzchen frei für mich. Sehr gut, somit wurde der Tag mit den Mitbewohnerinnen aus Frankreich am Hostelpool verbracht, wo man es herrlich aushalten konnte.



Mit ein paar Victoria Cervezas wurde dann auch der Abend geschmackvoll beendet.



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Ausgeschlafen gabs am nächsten Morgen erst mal ein leckeres Frühstück, ehe man mal zu einem Rundgang durch Leon aufbrach. Vollständiger Name der Stadt ist eigentlich Santiago de los Caballeros de Leon, welche 1524 gegründet wurde.

1821 wurde dann die vollständige Unabhängigkeit Nicaraguas von Spanien unterzeichnet und Leon wurde Hauptstadt des Landes. Erst 1858 wählte man dann Managua als neue Hauptstadt.

Hauptattraktion und Wahrzeichen der Stadt ist Mittelamerikas größte Kathedrale, die Basilika de la Asuncion. Im Jahre 1860 nach über 100 jähriger Bauzeit fertiggestellt, kommt die Außenfassade heute etwas ramponiert daher, jedoch ist bereits das Dach wieder restauriert worden.





Durch die ganze Stadt ziehen sich weitere koloniale Bauten, welche nett anzusehen sind. Die Wandmalereien, welche man im ganzen Zentrum begutachten kann tragen ebenfalls zum gemütlichen Flair der Stadt bei.











Am Nachmittag alles gesehen, war nochmals Poolzeit angesagt, ehe der Abend an der Hostelbar den Ausklang fand.



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21. August  -  22. August 2013          Las Penitas


Für die nächsten 2 Tage war Entspannung am Beach angedacht und da man am Karibischen Meer ja schon war, gings heute mal nach Las Penitas an den Pazifik.

Das kleine Fischerdorf liegt gerade mal 20 km von Leon entfernt und ist per Chickenbus in 45 Minuten erreichbar. Diese starten auf dem Marktplatz in Subtiava, einem Barrio von Leon. Gerade mal 12 Cordobas sind zu zahlen und im hinteren Bereich staubte man noch einen Platz auf einer Kühlbox ab, da alle Sitzbänke schon voll waren.

Angekommen, streunte man mal am Strand entlang und wurde mit dem Hostal Oasis für 6 € im 4`er Dorm fündig. Diesen hatte man dann auch für sich allein und konnte sich breit machen.







Man plantschte die 2 Tage was in den Wellen des Pazifiks herum und lud den Akku wieder auf für die nächsten Erlebnisse. Freitagmorgen ging es weiter über Leon nach Esteli.



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23.August  -  25. August 2013               Esteli


Heute also Abreise nach Esteli und wiederum musste man zuerst zurück nach Leon und da zum dortigen Busbahnhof. Hier gehts dann ziemlich chaotisch zu mit Reisebussen, Chickenbussen sowie den kleinen   Microbussen.

Alles fährt kreuz und quer über den Hof und jeder Fahrer schreit sein Fahrtziel in die Menge um Passagiere abzugreifen. Etliche fliegende Händler quetschen sich ebenfalls noch dazu und versuchen ihre Waren unters Volk zu bringen.

Nachdem man dann irgendwann den Abfahrtsort der Chickenbusse nach Esteli gefunden hatte, bekam man dort die Mitteilung das der nächste Bus erst in 2 Stunden fahren würde. Also mal rüber zu den Microbussen, wo man direkt fündig wurde. Es musste noch kurz auf ein paar Mitfahrer gewartet werden bis der Bus voll war und schon gings ab in Richtung Norden.

70 Cordobas waren zu zahlen und da man den Mircobus gewählt hatte, sparte man eine Stunde Fahrtzeit und war bereits um 12 Uhr in Esteli.




Hier gings vom Busbahnhof per Taxi für günstige 10 Cordobas an den Parque Central, wo man sich absetzen ließ. Man streunte mal um 2 - 3 Ecken und wurde mit dem Hostal Luna für 5 € im 6`er Dorm fündig. Hier war man dann mit dem Engländer Daniel aus Manchester allein aufm Zimmer und einer ruhigen Nacht stand nichts im Wege.

Da es kurz nach Mittag dann auch heftigst an zu regnen fing, klärte man lediglich am Stadion schon mal das morgige Abendspiel ab, machte die ersten Stadionfotos im hellen und blieb den Rest des Tages in Hostelnähe.












Der Abend wurde im Cafe Luna, welches zum Hostel gehört mit Daniel an der Bar verbracht.



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Am nächsten Morgen klarte der Himmel etwas auf und man brach mal ins kleine Zentrum von Esteli auf, welches man schnell umrundet hat. Trotzdem alles ganz ok und sauber, lediglich nicht allzu viel   sehenswertes.







Aber auch heute zog sich gegen Mittag der Himmel wieder mit Regenwolken zu und man spurtete schnellen Schrittes zurück ins Hostel. Kurz darauf gingen dann die Lichter im Hostel aus und von der Rezeption hieß es Stromausfall.

Auf die Frage was denn los sei und wann es denn wieder Strom gäbe, bekam man die Antwort das es dauern könnte, da ganz Esteli keinen Strom mehr hat. Kaum zu glauben aber wahr, die gesamte Stadt stand im dunkeln. Richtig interessiert hats überhaupt keinen und jeder nahm das mehr als gelassen. Kommt schon irgendwann wieder...

Gegen 17 Uhr ging dann nach mehreren Stunden das Licht wieder an im Dorm und auch im Cafe gegenüber kehrte wieder Leben ein. Daniel schneite auch wieder ins Hostel und entschied sich kurzfristig mit zum heutigen Spiel zu kommen.

Somit verabredete man sich für 19 Uhr im Cafe um gemeinsam zum Stadion zu laufen. Dort noch ein Victoria Cerveza genommen, fiel unglaublicher Weise zum zweiten mal der Strom im gesamten Stadtgebiet aus.

Man sah das Spiel schon verloren, doch der Stromgott hatte ein Einsehen und nach 20 Minuten funkelten die Flutlichter wieder in vollem Glanze. Glück gehabt...



                                          Real Esteli FC  -  San Marcos FC

                                                   Estadio Independencia



Tickets gabs für 80 Cordobas auf der überdachten Seite, wo sich aufgrund  des starken Regens auch alle 600 Zuschauer einfanden.





4.800 Besucher passen insgesamt rein ins Estadio Independecia, wo 3 Seiten mit Betonstufen und Sitzschalen ausgebaut sind. Auf der Hauptseite befindet sich lediglich ein kleiner VIP Bau der ebenfalls den Kabinentrakt beherbergt.




Gespielt wird hier auf Kunstrasen, wo an den Spielerbänken das Wappen in die Spielfläche eingebracht wurde. Den Kick konnte man sich ganz gut anschauen, was vielleicht aber auch an dem regen Cerveza Konsum mit Daniel gelegen haben könnte.

Esteli gewann am Ende hochverdient mit 3-0 und steht nach nunmehr 5 Siegen in Folge ungeschlagen an der Tabellenspitze. Unglaublich noch die Plage von handgroßen Motten und anderen Insekten, welche im Schwarm rund um die Flutlichter kreisten.



Nach dem Spiel zurück in die City zum Hostel, wo abermals im Cafe Luna der Abend zu Ende ging.



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Managua


Am heutigen Sonntag gings dann weiter per Expressbus in gut 2 Stunden nach Managua. Die Hauptstadt Nicaraguas, welche direkt am gleichnamigen Managua See liegt, kam mit Sonnenschein und heißen 34 Grad daher.

Hier wählte man das Hospedaje Dulce Sueno im Barrio Bolonia. Nicht die tollste Gegend Managuas, aber dafür nur 3 Häuser vom TICA Busbahnhof entfernt, wo morgen früh der Bus nach San Jose in Costa Rica abfährt.



Kurz eingecheckt, gings weiter zum nahen Parque Loma de Tiscapa, einem Vulkanberg mitten in der Stadt gelegen. Für gerade mal 1 $ kann man den Berg hinauf wandern und hat von oben einen herrlichen Blick über Managua, den Managua See sowie den Kratersee.






Ebenfalls sind hier die Überreste des früheren Präsidenten Palastes zu besichtigen, sowie ein Denkmal des Guerillaführers Augusto Cesar Sandino. Dieses Denkmal kann man aus allerlei Ecken der Stadt auf dem Berg erblicken.









Weiter noch durch ein paar Straßen der Stadt und später zurück ins Hospedaje. Heute dann mal früh zu Bett, da Morgen bereits um 6 Uhr Abfahrt nach Costa Rica ist.




hier geht die Reise weiter nach Costa Rica


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hier geht die Reise zurück nach Honduras