Von Cancun bis Buenos Aires

                      Von den Maya zu den Gauchos




Eine Reise durch Mittel- und Südamerika


Bolivien





13. September  -  15. September 2013          La Paz

 

Durch die kurze Nacht am Airport verschlief man den gesamten Flug zum Zwischenstop in Lima, wo es nach 2 Stunden Aufenthalt weiter hoch in die Anden nach La Paz ging.



Trotz recht wackligem Anflug auf den El Alto International Airport in 4.100 m Höhe, setzte der Pilot die Maschine sicher auf die Landebahn. Im Flieger waren bereits 3 Formulare zur Einreise auszufüllen, dafür ging es am Schalter dann um so schneller.



Stempel im Pass, wurde kurz Geld getauscht ( 1 € = 9 Boliviano ), bevor es per 212`er Micro Bus hinunter ins Zentrum von La Paz ging.

Verläßt man den Airport in El Alto auf 4.100 m, schlängelt sich der Highway an den Andenhängen entlang ins Tal nach La Paz, welches immerhin noch auf stattlichen 3.600 m Höhe liegt. La Paz ist damit der höchstgelegene Regierungssitz der Welt.

Schon auf der Fahrt vom Airport genießt man atemberaubende Aussichten über die Stadt mit ihren bebauten Hügeln und dem schneebedeckten 6.439 m hohen Illimani Berg.



Durch die Stadt führt eine große Hauptstraße, welche im Volksmund nur " Prado " genannt wird, an welcher man im Zentrum den Bus verließ. Nach einem kurzen Fußweg durch die Calle Comercio, war man auch schon am gebuchten Wild Rovers Hostel angelangt.

Sehr nettes Ding für 7 € die Nacht im 6`er Zimmer, inklusive Frühstück und hauseigenem Irish Pub, von wo man aus in 10 Minuten in der Altstadt als auch am Nationalstadion ist.




Den restlichen Tag verbrachte man relaxt im Hostel und gewöhnte sich bei ein paar Cervezas schon mal an die dünne Luft hier oben.



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Nach ruhiger Nacht gabs erstmal ein leckeres Frühstück, bevor es in die schöne Altstadt von La Paz mit ihren kleinen Gassen und allerlei Tourigeschäften ging.

Über belebte Straßen, mit Marktständen auf beiden Seiten, schlenderte man vorbei an allerlei Essenständen quer durchs Viertel.








Von überall hat man schöne Ausblicke auf die bebauten Hügel von La Paz, welche zwischen den Häuserschluchten herausragen.

Da das geplante Match auf Samstag Abend 20 Uhr terminiert wurde, besorgte man sich für schlanke 10 € eine " originale " The North Face Jacke sowie eine der typischen Wollmützen mit Ohrenklappen.

Bestens für die abendliche Kälte ausgestattet, gings zu Fuß zum Mirador Aussichtspunkt über die Stadt. Ganz besonders hier auf den steilen Straßen die Hügel hinauf, spürte man das es an Sauerstoff in der Luft   mangelt und man war schnell außer Atem und musste hier und da mal eine Pause einlegen. 

Doch der Aufstieg zu diesem Aussichtspunkt darf auf keinem La Paz Besuch fehlen, da man die ganze City überblicken kann.




Einfach nur sprachlos stand man nun da und war überwältigt von dem Ausblick welcher einem geboten wurde. Von dem hochgelegenen El Alto, über das Zentrum bis hin zu den tieferen südlich gelegenen Stadtteilen war einfach alles zu überblicken.




Auch der Ground vom heutigen Spiel war wunderbar zwischen den Häuserschluchten zu erkennen. Eine nette Holländerin schoß ein paar Fotos von einem, mit einem tollen Hintergrund welchen man wohl nur selten auf der Welt zu sehen bekommt.





Wieder bergab vom Hügel, begab man sich mal zum Stadion, wo man dank eines Jugend Leichtathletik Events schon mal ins Stadion kam um ein paar Bilder zu machen.










Die Kassenhäuschen hatten auch schon auf und für 20 Bolivianos gabs die Entradas für die Kurve. Auch die Gegengerade mit 50 Bolivianos sowie die Haupttribüne für 70 Bolivianos waren für erschwingliche Kurse zu haben.



Genug rumgestreunt, verbrachte man den Nachmittag im Hostel, bevor es erst gegen 19 Uhr zum heutigen Spiel ging.



                                             Club Bolivar  -  Club Universitario

                                                 Estadio Hernando Siles




Der große 45.000 Zuschauer fassende komplett unüberdachte Ground, welcher bereits 1931 eröffnet wurde, präsentiert sich in einem ausgesprochen guten Zustand im Stadtteil Miraflores.

Eine separate zweistöckige Haupttribüne, sowie 2 weitere steile Ränge rundherum mit Sitzschalen bilden das imposante Stadion, welches Heimspielstätte sowohl vom Club Bolivar als auch vom Stadtrivalen Club The Strongest ist. Ebenfalls werden hier alle Spiele der Nationalmannschaft ausgetragen.





Zum heutigen Heimspiel vom Club Bolivar gegen den Gegner aus der Hauptstadt Sucre kamen rund 10.000 Zuschauer ins weite rund und die Sups in der Curva Norte sorgten für 90 Minuten Stimmung. 9 Banderolen wurden über die Kurve gespannt und zwei Zaunfahnen darüber befestigt.





Der Rest vom Stadion beteiligte sich leider kaum am Support, außer als kurz vor Schluß ein paar BO-BO-BO, LI-LI-LI, VAR-VAR-VAR Gesänge über alle Tribünen geschmettert wurden.

Club Bolivar, seines Zeichens Tabellenführer der Liga geriet zuerst in Rückstand, konnte aber vor der Pause noch ausgleichen. Die zweite Hälfte sah dann mehr wie ein Trainingsspiel aus, da überhaupt keine Gegenwehr mehr von den Gästen kam und die Heimelf nach belieben aufspielen konnte.





Das 4-2 am Ende war dann eher noch schmeichelhaft für den Club Universitario, welcher locker noch 3 Gegentore mehr verdient hatte.

Nach dem Kick schnellen Schrittes durch die dunkle Gegend zurück zum Hostel und ab in die Nacht.



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Der Sonntag wartete wieder mit schönem Sonnenschein auf und somit gings nochmals in die Altstadt und auch der schönen Plaza Murillo wurde ein Besuch abgestattet.

Sie bildet den zentralen Platz der City, benannt nach dem Unabhängingkeitskämpfer Pedro Domingo Murillo. Hier befinden sich neben der Kathedrale auch der Regierungspalast sowie der Kongress.
















Die warme Sonne verleitete einen dazu den Nachmittag in der Hängematte im Innenhof des Hostels zu verbringen und die obligatorische Sunday Quiz Night im Irish Pub, mit free Tequilla Shots für jede richtige Antwort ließen auch den Abend feuchtfröhlich vergehen.



 Letzte Nacht La Paz, bevor es morgen weiter nach Chile geht...





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